The Spacelords/Dhvani – Psychedelic Battles -Vol. 2 2016

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Der zweite Split aus der Psychedelic Battles Serie geht in die Tonspuren. Dabei erweist sich die Zusammenarbeit der zwei Bands aus Deutschland und Italien mit Recht als gelungener Wurf. Die Idee dazu stammt wieder von Davide Pansolin (Vincebus Eruptum), der bereits 2015 den „Volume One Split“, ein musikalisches Highlight mit Sendelica und Da Captain Trips veröffentlichte.

Die Orbitalgrößen „The Spacelords“ kommen mit psychedelischen Verzerrungen, heftigen Bassläufen und kraftvollen Drums aus dem Äther. Das bringen sie bei „Nag Kanya“ in fast zwanzig unwiderstehlichen Minuten. Es ist ein klangvoller Asimov Triller erster Güte im üppig leichten und dichten Sound, kunstvoll gebaut und wunderschön arrangiert sowie mit Energie und Idee veredelt. Die Instrumentierung baut bedächtig auf, die Reise geht fluffig los und spannt sich in weiterer Erwartung. Die Spacenoten ziehen ihre schwerelosen Kreise, spielen sphärisch zueinander und meditieren miteinander. Man nimmt sich Zeit, der Weg ist das Ziel. Nach acht Minuten nimmt der gleitende Raumflug gekonnt Fahrt auf. Die Tempiwechsel bringen Spannung mit jaulenden Gitarren-Arpeggios in den Spacerock-Himmel. Die Saitenklänge fliegen einem nur so um und in die Ohren. Die Synthies flirren noch kosmischer und kommen zur Landung unter extraterristischen Riesenpilzen. Das ist insgesamt ein feines akustisches Picknick mit einem satt fluoreszierenden Pilzgericht.

Aus Genua kommt „Dhvani“, sie bringen drei Stücke mit einem Spritzer kosmischen Krautrocks. Eine Mischung aus Originalität und gewisser Relaxheit. Die konzentrierte Anstrengung von hypnotischen Klanglandschaften mit leichten Töne durchwehen den Sound. Experimentell bis ins Detail, nie Laut, sondern besonnen. Leichte Postrock-Elemente bringen das etwas andere Erlebnis mit ein. Etwas Elektronik verdichten das verträumte Szenario. Auch sie kommen problemlos ohne Sänger aus, die Instrumente sprechen für sich. Ein Gehörsturz ist nicht zu befürchten, sondern eher ein genaues Hinhören.

Es ist ein Album, das bei der jeweiligen Plattenseite auf einer anderen emotionalen Ebene funktioniert. Bei jedem Durchgang offenbaren sich immer wieder neue Momente und somit wächst die Instrumentierung auch jedes Mal in seiner Schönheit und seiner Leidenschaft.

Erschien am 10. Oktober via Vincebus Eruptum in einer limitierten Edition von 300 copies dark-orange transparent Vinyls und auf CD.

vincebus-eruptum

The Spacelords Lin-up:
Hazi Wettstein – Guitar, Effects
Akee Kazmaier – Bass, Effects
Marcus Schnitzler – Drums, Soundscapes

spacelords-band

Dhvani Lin-up:
Alessio Caorsi
Davide Zalaffi
Massimiliano Caretta

dhvani-band

Tracklist:
The Spacelords – Nag Kanya (19:24)
Dhvani – Quasar (6:16)
Dhvani – Fenice (6:08)
Dhvani – Handra (10:46)

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The Spacelords – Bandcamp

Dhvani – Bandcamp


 

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