Resina – dto 2016

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Die Band wurde in der Hauptstadt Santiago de Chile im Jahr 2013 gegründet. Ich hätte sie beinahe übersehen, aber besser noch rechtzeitig als nie. Das Album hat es außerdem verdient besprochen und erhört zu werden. Zudem ist Chile mit Demonauta, La Hell Gang, Föllakzoid und The Holydrug Couble, um nur einige erstklassige Bands zu nennen, ein wirklich gutes Psych-Space-Stonerpflaster.

Das zweitägige Lollapalooza Festival ist in Santiago seit 2011 ein fester Bestandteil der Rockszene. Es wurde von „Jane`s Addiction“ Sänger Perry Farell 1991 mit den ersten 26 Shows organisiert. Die Resina-Mannen sind sicher immer mit dabei, wenn das Festival dort gastiert.

Das Debüt-Album besticht mit neun Tracks, in Verbindung des stilistischen Spacerock zum Psych-Stoner. Es ist mit knapp siebzig Minuten randvoll und wird zum größten Teil instrumental vorgetragen oder mit kurzen Vocal-Einsprengseln in spanischer Sprache durch verschiedene Lights-Out-Effekte untermalt. Zu hören ist ein treibender Rhythmus, akzentuierte Bass-Linien, schöne Space-Gitarren und Synthesizer in sehr dicht gewebter Fläche. Natürlich bringt „Resina“ auch den Duft und Klang ihrer Heimat mit ein – im Prinzip die beste Eigenschaft einer Band aus Chile und ihren alten Kulturen.

Mit ihrer Musik im Ohr erklimmt man den höchsten Berg „Onos del Salado“ mit 6893 Meter. Fliegt über den größten Salzsee „Salar de Atacama“ mit 3051 Quatratkilometer. Man treibt durch die „Atacamawüste“, der trockensten Wüste der Erde oder besucht die Osterinseln, 3526 km weit vor der Küste. Dann gleitet man mit dem majestätischen Andenkondor zurück durch die Lüfte, zum kargen und von Mooren durchzogenen Feuerland hinab. Dies alles atmet in ihrem fein interpretierten Musikradius. Die gesamte Soundstruktur birgt ein facettenreiches Spektrum, mit seinen Höhen und Weiten sowie der Oszillation des El Niños. Es ist eine musikalische Reise, die sich eindrucksvoll durch die chilenischen Landschaften entlang des südamerikanischen Kontinents bewegt.

„Resina“ debütiert zuversichtlich und großartig – ein sehr atmosphärisches Album. Mit dem räumlichen und stilvollen Sound besitzen sie das Potential eine große Band zu werden. Ich empfehle das Album an alle Fans, die sich dem Psych-Space Genre hingeben.

Erschien am 25. Mai 2016 via Bandcamp, die CD kommt in Eigenproduktion der Band, oder über dem Needle Drugstore in Santiago.

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Line-up:
Rodrigo Águila (Frodo) – Guitar)
Jorge Camus – Voice, synthesizer & harmonica
Pablo Ihnen – Bass
Nicolas Rodríguez – Drums

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Tracklist:

01 – Atalaya (2;09)
02 – Locus I (6:55)
03 – Wantrip (8:46)
04 – Talkin‘  Wee‘ Frog (6:05)
05 – La Cueva (7:09)
06 – Los Monumentos (9:32)
07 – Locus II (9:25)
08 – Esporas (9:47)
09 – Doppelganger (8:31)

Resina – Bandcamp

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