Albinö Rhino – Upholder 2016

cover

Das finnische Trio Albinö Rhino serviert das dritte Album „Upholder“. Die Upholder Palette umfasst jetzt drei Teile. “Uphold the Light (Part 1)“ erschien bereits 2014. Es ist gut möglich das sie im Laufe der nächsten Jahre mit der Upholder-Serie weitermachen. Zudem ist Scott „Dr. Space“ Heller von „Øresund Space Collective“ mit dabei, der seine Synthtöne in Part 3, wunderschön und abenteuerlich zugleich einfließen lässt.

Albinö Rhino’s längster Track „Uphold the Light Part 2“, kommt relativ geradlinig. Leichte Gitarrentöne führen ein, werden dann druckvoller und stampfend sowie mit sanft aufbauenden Akkorden fortgeführt. Melodische Akzente werden gesetzt und alles wird begleitet vom immerwährenden Treiben des Schlagzeuges. Nach drei Minuten kommt aber das zentrale schwere Fuzz-Riff. Die Fünf-Minuten-Marke nimmt Tyni mit einen weiteren Solo auf und führt mit Rückkopplungen vier Minuten weiter. In wiederholenden Zeilen kommen Vocals sowie Verse dazu.
Die Ruhe der Gitarre kehrt nach zehn Minuten wieder zurück. Das ist aber nicht weniger hypnotisch und wirkt dennoch passend sowie präzise portioniert. Vorübergehend kommt der Song fast zum Erliegen. Aber der warmtonige Bass von Harju schiebt mit groovigen Passagen weiter durch den zweiten Abschnitt. Alles scheint auf Expansion ausgerichtet zu sein. Der Track wird auch nach dem x-ten Mal hören nicht langweilig. Man findet immer wieder etwas Neues oder Feinheiten, die einem vorher nicht aufgefallen sind.

Die B-Seite von „Upholder“ ist nicht so lang wie ihr Gegenstück, hat aber trotzdem genug Platz, um sich mit seinen fünfzehn Minuten gut zu behaupten. Die grundlegende Progression ist wohl einfacher. Es sind im wesentlichen Riffs, die das gesamte Stück in verschiedene Abschnitte unterteilen. Der Gastauftritt von Heller auf seinem Synth, sorgt zusätzlich für eine überraschende Verschiebung in der Stimmung.
Sie brillieren einmal mit schweren, dann wieder mit brachialen und auch filigranen Riffs, die ihren Ursprung in der staubigen Wüste oder in den Tiefen des Weltraums zu haben scheinen. Mit diesem wabernden Soundgewand sorgen sie für eine bemerkenswerte Abwechslung im Soundgefüge und drosseln an den richtigen Stellen das Tempo.

Hier herrscht Liebe zum Detail vor, was dem Album auch wirklich sehr gut zu Gesicht steht. Das scheint auch den Protagonisten sehr wichtig zu sein. Deshalb werden Fans mit der musikalischen Entwicklung sehr zufrieden sein. Ich gehe auch fest davon aus, das dieses erreichte Level noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Potential haben die Jungs jedenfalls reichlich.

Erschien am 9. December 2016 via Record Shop X mit 300 Black Vinyl inkl. Downloadcard.

Recorded & mixed by Kimmo Tyni at Audiospot, Helsinki, 2015-2016 Drums and the „Spine“ recorded by Toni Heinonen at Red Five, Vantaa, Sep. 2014
Modular and analog synths by Dr Space, recorded at Space Station Studios, Copenhagen, Feb 2016 Mastered by Jaakko Viitalähde at Virtalähde Mastering, Kuhmoinen, 2016

Line-up:
Kimmo Tyni – Guitar/Vocals
Ville Harju – Bass
Viljami Väre – Drums

albino-rhino-2016

Tracklist:
01 – Uphold the Light Part 2 (20:47)
02 – Uphold the Light Part 3 feat. Scott Heller (15:43)

Albinö Rhino – Bandcamp


 

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