Tumbleweed Dealer – TDIII – Tokes, Hatred & Caffeine 2016

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Der Sound bewegt sich in einer eigenen Kunstkategorie und bläst den Verstand weg! Diese halluzinierenden Songs sind Hymnen an die Reinheit der Seele des Rock’n’Rolls und eine echte Rückkehr zu ihren grundlegenden Wurzeln. So harmonisch, so dissonant, so poetisch, so inspirierend und so anarchisch. Das ist reine klangliche Poesie die zu schöner Musik wird, während sich das Wesen seiner Kosmogonie zu einem farbigen Dunst verdünnt.

Die Band aus Montreal begann im Sommer 2012, zunächst als Ein-Mann-Band mit Seb Painchaud. Er war bekannt für das Bassspiel der Death Metal Band „The Last Felony“. Der ehemalige TLF-Gitarrist Felix Roberge programmierte die Drums, damit veröffentlichten sie im selben Sommer ihr Debüt EP „Death Rides Southwards“. Ein paar Monate später entschied sich die Band, einen Drummer zu holen. Carl Boreman, von der befreundeten Band „Dopethrone“ schaute vorbei. Die Band veröffentlichte ihr Debüt am 27. April 2013. Carl verließ die Band wieder, um sich auf Dopethrone zu konzentrieren. Jean-Francois Richard, der Schlagzeuger von „Ion Dissonance“ schloss sich an. Der „Negativa“ Bassist Miguel Valade kam nachdem die Aufnahme begonnen hatten, also spielte Seb den Bass auf dem Album. Am 23. Juni 2014 veröffentlichte die Band ihr nächstes Album „Werstern Horror“, das großartige Rezensionen brachte.

Mit zwölf Tracks liegt jetzt das neue „TDIII – Tokes, Hatred & Caffeine“ vor. Die wahnsinnigen Grooves der Melodien umklammern mit ekliptischen Psych in einer faszinierend harmonischen Torsion, die zu einem großen Kontext zusammen führen. Es sind konzipierte Harmonien mit einer wunderbar musikalischen Konsistenz im transzendentalen sonoren Gefühl. Ihre Harmonien überwältigen von antagonistischen Rhythmen, die durch unglaublich surreale Kühnheit geprägt sind.

Sie setzen weniger auf schwere Riffs sondern mehr auf den effektiven Einsatz von Kontrapunkten, „Days Gone High“ ist ein fantastisches Beispiel dafür. Die verschiedenen Gitarren-Parts mischen sich wunderbar miteinander und schaffen einen melancholischen und verlorenen Klang durch die Verwendung leiser Leads. Die Drums tragen ebenso zur Stimmung bei, subtil und geschickt wie sie sind. Das sind die Mathe-Rock-Elemente, voll und dominant im Zusammenspiel der Instrumente.
„Bongwater Creek“ enthält eine erstaunliche Bass- u. Gitarreninteraktionen, mit dynamischem Drums. „Saloon Fight“ ist ein weiteres majestätisches Stück, gestapelt mit raffinierten Arrangements. Das wirbelnde Arpeggio, die funkige Bassline und der pulsierende Drum-Rhythmus in schnellen Hooks. Das Thema dreht sich mit einem schlagkräftigen Bass-Rhythmus zur Taumel-Progressionen. Klangvoll und Psych-gesättigt kommt „Stung Into A Blissful Coma By A Swarm Of Heroin Filled Bees“. Dann die Schießerei von „First A Staredown, Then A Shootout“, mit schweren Riffs und Blastbeats zur wilden Fahrt.

„TDIII“ ist leicht ohne frivol zu sein sowie düster ohne Peinlichkeit aber voller Präsenz. Es ist eine wahre Überraschung in einem Genre, das sonst durch Bestandsformeln bewohnt und gehemmt wird.

Erschien am 21. November 2016 via Bandcamp. Das Vinyl wird vom DIY Records kommen, der Termin noch offen.

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Line-up:
Seb Painchaud – Guitars
Miguel Valade – Bass
Jean-Francois Richard – Drums
JB – Recording
Alex „All Ex Ghouls“ Goulet – Artwork

tumple-band

Tracklist:
01 – The Carnage Cosmic (1:33)
02 – Blue Crystalline Method (Minus Line O.D.) (2:16)
03 – Days Gone High (3:39)
04 – Widow’s Weeds (From Spring To Mid-Autumn) (3:54)
05 – A Slowly Moving Cloud Of Vaporized Flesh (2:25)
06 – Bongwater Creek (3:45)
07 – Redneck Car Chase (3:29)
08 – Saloon Fight (4:08)
09 – Stung Into A Blissful Coma By A Swarm Of Heroin Filled Bees (3:32)
10 – Never Sober Again (2:58)
11 – First A Staredown, Then A Shootout (4:07)
12 – Voodoo Haze (3:36)

Tumbleweed Dealer – Bandcamp


 

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