Lamagaia – Lamagaia 2017

cover

„Lamagaia“ aus Göteborg, erscheinen mit der neuen Produktion fast wie aus dem Nichts. Der Vorgänger „Lamagaius“ von 2015, war ein einziger 28 Minuten Track und ein absoluter Leckerbissen, der sich über zwei Vinylseiten erstreckt. Auf dem aktuellen Vinyl sind nun zwei völlig unterschiedliche Nummern zu entdecken. Mit einer stark kosmisch rockenden Note in der Ersten sowie krautig bespielten Komponente in der zweiten Nummer, ist der gesamte Soundkokon in qualitativ hochwertige Klänge gepackt.

Nun aber schnell das neue Album ausgepackt sowie das Vinyl behutsam auf den Plattenteller gelegt und los gehts. „Aurora“, startet mit dem Rauschen des Feedbacks.
Das fast schon magnetisch anrockende Monster, geht in einer ekstatisch visionellen Art und Weise auf die Soundstrecke. Satte und zielstrebig gesetzte Gitarren knirschen und spucken im Space der Verzerrungen um die geladenen Sonnenteilchen ordentlich flimmern zu lassen. Hinter dem Gitarrenangriff stützen die Drums in motorischer Wiederholung. Tatsächlich wird in diesem reizvollen Track viel auf Wiederholung gesetzt. Das unterliegende fuzzy Riff wird immer wieder geöffnet, bis es, wie eine geliebte Melodie, nicht mehr aus dem Gehör geht. Die Gitarre fegt alles weg und turbulente Riffs in Superlativ-Jamming wechseln ab.
Das Stück ist ein weiterer glanzvoller Stern, wie es die Band auch schon mit „Lamagaius“ produzierte. Es gibt ein gemeinsames Funkeln aber auch andere stahlende Linien mit schlichten und hallenden Gesangsparts. Sie fügen eine fast Sechziger-Psych-Authentizität hinzu. Mit diesem erhörten Suchtfaktor, ist das einer der heißesten Songs den ich seit längerem gelauscht habe. Und ich habe schon einige knackige und satt rockende Brocken gehört! Kurz gesagt, ist es wie ein akustischer Sog, der meine Ohren in diese Nummer hineinsaugt.

Der zweite Track „Paronama Vju“, ist ein krautiges Biest in einer anderen Klangfarbe, der eher meditativ daherkommt. Nach fünf Minuten im ruhigen ambient-kraut-psycho Sound, wird die Nummer zu etwas subtil Schwebenden. Sublime Gitarren erzeugen eine Atmosphäre, die sowohl liquid aber auch nicht recht greifbar ist. Es werden Blitzer der 60iger Gitarre mit etwas jazzigen Saxophon gemischt, was aber nicht so dissonant und vordergründig wie „Modernen Jazz“ kommt. Der Song legt an Intensität zu, wird aber nie zu überbordend. Die Art und Weise wie der Track nahtlos zwischen kosmischen und Jazz-basierenden Nuancen schwingt, ist eine ganz feine Sache. Es ist wie klanghafter Sirup, der von der Stimmgabel in die Rezeptoren des eigenen Gehörs tropft. Einfach wunderbar, schmackhaft und erstklassig!

Seit dem Debüt, das sich fast nur durch Mundpropaganda verbreitete, gibt es nun eine gewisse Aura um diese Band. Mit diesem fantastischen Album lässt die Band erneut Ihren Sound sprechen und beweißt dazu, das sie wahrlich keine musikalischen Eintagsfliegen sind. Damit können sie sich Ende des Jahres unweigerlich ganz oben in den Top Listen der Jahrescharts eintragen. Ein dickes ‘Daumen-Hoch‘ auf diese starke Veröffentlichung, mit einer ganz klaren Kaufempfehlung!

Es erschien am 13. Februar 2017 via Cardinal Fuzz / Sunrise Ocean Bender (Nordamerika). Limited Edition von 200 Stück auf schwarzen Vinyl! Mastered by Chris Hardman.
Das Albumcover stammt von Rommel Valgart.

logo

Line-up:
Tore – Guitar/Organ/Synthesizers
Tobias – Guitar/Effects/Synthesizers
Carl – Bass
Micael – Drums
Saxophone by Alexander Wennergren

band

Tracklist:
01 – Aurora (16:41)
02 – Paronama Vju (18:55)

lamacb

Lamagaia – Bandcamp


 

Advertisements