MaidaVale im 8Below am 9.03.2017

IMG_7004

„MaidaVale“ zünden an diesem Abend ein akustisches Feuerwerk. Das Songwriting der griffigen Rocker, zergeht regelrecht im Gehör, wie das feine und prickelnde Gerstensaftgetränk auf der Zunge. Matilda Roth fesselt mit ihrer Stimme sowie in der unentwegten Bewegung, immer im Tanz, nie nachlassend. Die Gitarre kommt ausgiebig filigran sowie psychedelisch und der Bass mit Schlagzeug liefern dazu einen herausragenden Groove.

Das „8 Below“ in München ist somit ein guter Ort für ihre Musik und für uns ideal und zentral am Hauptbahnhof gelegen. Der anheimelnd lichtgeflutete Raum mit großer Theke, erlaubt ein lockeres und schnelles Getränke holen. Fazit: Stimmung gut – Sound gut – Barkeeper freundlich und schnell – sprich: Alles Top!

8 Below

Bei den beiden Vorbands „Fat Grizzly“ aus dem Stonerbereich und „Whael“ mit straffen Sludgeparts, gab es zudem auch nichts auszusetzen. Diese gute musikalische Abwechslung brachte genau die nötige Stimmung unter die Leute. Erst satt rockend, dann knallig mit HC Drive und danach vier schöne Frauen mit viel Herz, Gefühl sowie fesselnden Songs. Da gab es zum Hauptact noch extra musikalisch wie optisch eine glatte „1“ mit drei goldenen Schwedenkronen obendrauf. Der Konzertveranstalter Michael Renschler kann sich jetzt schon zum kommenden Auftritt von „MaidaVale“ und „Alpha Nord“ am 11. März in der Dorfschänke zu Karlsruhe freuen.

Das Programm von „MaidaVale“ bestand hauptsächlich aus ihrem aktuellen Album „Tales of the Wickede West“. Der 70er Rock mit leichten Blueseinschlag plus diesen feinen und psychedelischen Vibes, hat schon so manches Publikum verzaubert zurückgelassen. Und das völlig zu Recht! Der Tanz mit den Verzerrungen, zwischen verträumten Melodien in Psych-Tönen, kommt einer genussvollen Reise gleich. So etwas habe ich in neurer Zeit noch nicht all zu oft gehört. Die vier Mädels aus Schweden sind eine Wucht.

Musikalisch sind die Songs ein Hochgenuss. Fein gezirkelte Gitarrenriffs und die unverkennbare Stimme, machen sie zu etwas Eigenem. Songs wie „(If You Want The Smoke) Be The Fire“ legen mit deftigen Gitarrenbreitseiten los und in „Restless Wanderer“ kommen bluesige Gitarren und Drumrhythmen, bevor sie zu Gunsten des gefühlvollen Gesangs wieder zurückgleiten. „Find What You Love And Let It Kill You“ schwebt auf der Musik durch die Erzählung und die vielfälltige Instrumentierung der Gitarre bringen darin eine Glanzleistung. Was ebenso im Instrumentalstück „Heaven and Earth“ zu hören ist. Es muß nicht immer laut und krachend sein. Das Gefühlvolle ist hier schön und wichtig. Der Abend hat sich wirklich gelohnt und das Treffen mit der Band am Merchstand war danach auch noch sehr herzlich.

Gastbeitrag Tom:
Karlsruhe, inclusive alle anderen Veranstaltungsorte und insbesondere das Freak Valley Festival können sich schon mal freuen, dieses stark aufspielende schwedische Quartett in Ihrem Tourplan stehen zu haben! Ein erstklassiger Auftritt mit vielen großartigen Songs, ganz ohne Mainstraem aber mit viel spielerischem Flair und Charakter, wurde hier geboten. Das ging direkt in jede Körperzelle und ins zuckende Tanzbein. Die Musikerinnen zelebrierten ein berauschendes Set, das durchweg bis zur letzten Sekunde überzeugen konnte.
Mein Honigkuchengrinsen inmitten der attraktiven Bandmädels auf dem Fotomotiv, plus der liebevollen Autogramme auf der dazu erstandenen LP, geht mir nun fast gar nicht mehr aus. Denn ich werde die Band zum Freak Valley Festival im Juni, dann ein weiteres Mal ins Auge fassen und mir auf jeden Fall live zu Gehör nehmen müssen. Wer also halbwegs auf groovenden und qualitativ wertigen 70er Rocksound abfährt, sollte sich den Auftritt, der vier aufspielenden Schwedinnen, ‘in seinem Club des Vertrauens‘ nicht entgehen lassen. Es lohnt sich!

Tourdaten:

MVTour

Line-up:
Matilda Roth – Vocals
Sofia Ström – Guitar
Linn Johannesson – Bass
Johanna Hansson – Drums

MaidaVale – Bandcamp

MVmunich2


 

Advertisements