Arbouretum – Song of the Rose 2017

Arbouretum-Cover

Arbouretum wurde 2002 von Gitarrist und Sänger Dave Heumann gegründet und webt mühelos Melodien sowie Gitarrensolos mit hypnotischen Rhythmen. Die Ergebnisse sind ein randvoller Klang, der mit einem auffälligen Gefühl an Intimität geliefert wird. Arbouretums Texte befassen sich mit Elementen der Philosophie, Mystik, Wiedergutmachung und den Konzequenzen des menschlichen Fortschritts. Die Band aus Baltimore spielt auf „Song of the Rose“ mit einer gehörigen Portion Finesse auf.

Aufgenommen wurde das Songmaterial mit Steve Wright in den Wrightway Studios.
Der Name der Band leitet sich von dem Begriff „Arboretum“ ab. Ein Park mit verschiedenartigen heimischen und exotischen Bäumen. Der Begriff wurde zum ersten Mal 1838 von John Claudius Loudon in einem Buch über Bäume verwendet. Das heute flächenmäßig größte und forstwissenschaftlich betriebene Arboretum Deutschlands befindet sich im Staatsforst Burgholz. Die Schönheit die ihre Songs durchdringt, zeigt natürlich die große Ausdehnung und Vielfalt der amerikanischen Wildnis. Einem geradezu riesigen „Arboretum“.

Bestehend aus acht Songs und knapp vierzig Minuten Länge, bietet „Song of the Rose“ reichhaltige Resonanz, Melodien und Emotionalität. Songs wie der Opener „Call Upon The Fire“ ist typisch für Arbouretum mit seinen kolossalen Riffs und der komplizierten Melodie, die dazu von Heumanns tiefem Bariton angetrieben werden. Eine Stimme unseres Zeitalters, die dem Klang eine gewisse Zerbrechlichkeit verleiht. Das organgeschnürte „Comanche Moon“ ist das Gegenteil. Die Arrangements weben sich flüssig in Americana, Indie, Folk und schwerer Psychedelia sowie mit einem Grad, der vortrefflich ins Ohr geht. Das ist bestimmt keine Musik für Jedermann aber ich möchte dazu betonen, wie besonders und wie eigenständig der Arbouretum-Sound erklingt. „Song Of The Rose“ stellt die gewisse Abschlussnote der drei längsten Stücke des Albums dar. Die A-Seite endet und es fühlt sich fast schon wie ein Höhepunkt des Rekords an.

Der „Absolution Song“ führt die B- Seite an. Er rührt im Mythos der großen amerikanischen Weite und von Wildtieren, die sich frei und in ihrer gesamten Schönheit durch das wilde Land bewegen. Das Key-geführte „Dirt Trails“, zeigt die folk-lastigste Seite von „Arbouretum“. Nichts ist zufällig und einige Gitarreneffekte sorgen mit der Orgel für das Gleichgewicht. Der Track bietet eine gewisse Erleichterung, bevor das aufsteigende „Fall From An Eyrie“ und der anderthalb Minutensong „Mind Awake, Body Asleep“ ins Finale von „Wake up on the Move“ führt. Seine stoischen Rhythmen und mantra-artigen Fuzz-Orgien sind von überirdischer Schönheit und Wirkung.

Wir sind alle Teil einer größeren Kraft. Arbouretum bündelt diese Kraft und nutzt sie auf ihre Art und Weise. Sie führen mitten in diese Gefühlswelten und bringen eine authentische Ehrlichkeit in den Vordergrund. Dafür verdienen sie zudem meine Anerkennung. Im Juni 2017 sind sie auf dem Freakvalley-Festival zu sehen und hören. Musikfreunde und Fans können sich schon jetzt darauf freuen!

Erschien am 24. März 2017 via Thrill Jockey Records als Red und Black Vinyl. Auch auf CD.

Line-up:
David Heumann – Guitar/Vocals
Corey Allender – Bass
Brian Carey – Drums
Matthew Pierce – Keys

Arbouretum-Band

Tracklist:
01 – Call Upon The Fire (7:23
02 – Comanche Moon (5:59)
03 – Song Of The Rose (6:23)
04 – Absolution Song (3:57)
05 – Dirt Trails (5:05)
06 – Fall From An Eyrie (4:24)
07 – Mind Awake, Body Asleep (1:33)
08 – Woke Up On The Move (5:18)

Arbouretum-LP

Arbouretum – Bandcamp


 

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