Causa Sui – Colour Haze – Dhidalah 2017

Drei Bands und ihre neuen Veröffentlichungen, die unbedingt eine spezielle Erwähnung erfahren sollten, werden hier zusammen in einem Block vorgestellt. Sie kommen aus Deutschland, Dänemark und Japan, haben jeweils spannende Klangwerke geschaffen und dazu jede Menge musikalisch reichhaltige Kost zu bieten.

 

Causa Sui

Causa Sui – Live in Copenhagen 2017

Ein Konzert wurde im „Jazzhouse” aufgenommen, eine Institution der Avantgarde, während das Andere, den Sound im legendären Underground Venue „Dragens Hule” einfängt. Beide Shows wurden Multitrack mit hochwertigen Mikrophonen aufgenommen und von Jonas Munk gemischt und gemastert. Causa Sui spulen auf den drei LPs nicht nur die Klassiker ihres Soundwerkes ab. Jeder Track wird neu erforscht und interpretiert. Oft genug entfernen sie sich mit wilder Energie von den ursprünglichen Wurzeln. Wenn die Band in der einen Minute noch bluesig und heavy klingt, kann sich das in der nächsten Minute zur repetitiven Trance wenden, bevor Saxophonexplosionen und Feedbackrauschen folgen. Der schwedische Saxophonist Johna Riedenlow unterstützt die Band bei beiden Shows, während der Papir-Gitarrist Nicklas Sorensen das Konzert in der „Dragens Hule“ veredelt – darunter ist eine 13-minütige Version von „Eternal Flow“, die an die Popol Vuh der Siebziger erinnert sowie eine lockere Coverversion von „First Communication“ von Agitation Free. Auf „Ju-Ju Blues“ im „Jazzhouse“ widmen sich Causa Sui ohne Zurückhaltung dem Fuzz. Während „Dawn Passage“ als eine Fusionsart unterschiedlichster Einflüsse daherkommt. Den Abschluss bildet „A Love Supreme“, die Huldigung schlechthin an den großes Tenorsaxophonisten John Coltrane und seinem Meisterwerk von 1965. Ein klangbeseeltes und großartiges Livelbum wird hier geboten!

Das 3-fach Album erschien am 17. März 2017 via El Paradiso als Black Vinyl und als CD Boxset.

Paradiso-logo

Line-up:
Jess Kahr – Bass
Jakob Skøtt – Drums/Percussion
Rasmus Rasmussen – Keyboards/Shynt
Jonas Munk – Guitar

Causa Sui-Band

Tracklist:
01 – Rip Tide (6:39)
02 – The Source (4:42)
03 – The Juice (8:54)
04 – Mondo Buzzo (8:34)
05 – Dawn Passage (9:48)
06 – Eugenie (8:00)
07 – Ju-Ju Blues (10:44)
08 – Eternal Flow (13:01)
09 – El Paraiso (12:20)
10 – Mireille (7:39)
11 – Portixeddu – Tropic Of Capricorn (15:22)
12 – First Communication (6:30)
13 – Homage (9:28)
14 – Red Valley (10:31)
15 – Euporie (11:58)
16 – A Love Supreme (16:47)

Causa Sui – Last.fm


 

CH-cover

Colour Haze – In Her Garden 2017

Ich bin ein großer Fan von Colour Haze. Mir gefällt auch der zum Teil kritisch gesehene Vorgänger „To The Highest Gods We Know“, der sich bei Spielzeit, Gesamtkomposition und vor Allem beim Titeltrack doch stark von den üblichen Werken der Band unterschied. Mit ihren 12. Album „In Her Garden“ orientiert sich Colour Haze wieder deutlich stärker am Sound von „She Said“. Es wirkt fast so, als wären die beiden Vorgänger eine Symbiose eingegangen. Herausgekommen ist ein geniales Album, das seine Vorgänger noch toppt. Anspieltipps sind Black Lilly und Skydancer. Die Band versteht es hervorragend, mit ihrer Musik Bilder zu erstellen und Klanglandschaften zu erschaffen. Da schweben ganz sanftmütige und leise Melodien durch den Raum, bis das Soundkonstrukt intensiver und eindringlicher wird. Entspannte sowie bestimmende Rhythmen setzen ein und es entsteht ein packender Groove, der den Zuhörer sogleich hypnotisiert. Die Gitarre, eben noch verträumt und zärtlich, wird zorniger, lauter und drückender. Die Stücke entladen ihre Spannung in brodelnden und wuchtig brummenden Rockeruptionen, nur um dann wieder in sich selbst zusammenzufließen. Absolut empfehlenswert!

Das Album erschien am 10. März 2017 via Elektrohasch als CD. Das grüne Doppel-Vinyl mit 1000 Stück erscheint am 19. Mai 2017.

Elektro-Logo

Line-up:
Stefan Koglek – Guitar, Vocals
Philipp Rasthofer – Bass
Manfred Merwald – Drums

Colour Haze-Band

Tracklist:
01 – Into Her Garden (1:07)
02 – Black Lilly (6:48)
03 – Magnolia (5:59)
04 – Arbores (4:02)
05 – sdg I (1:02)
06 – Lavatera (5:58)
07 – Islands (11:05)
08 – sdg II (1:49)
09 – Labyrinthe (9:10)
10 – Lotus (7:06)
11 – sdg III (1:55)
12 – Skydancer (6:22)
13 – Skydance (10:23)


 

Dhidalah

Dhidalah – No Water 2017

Die Geschichte des schweren Psych-Rock wurde immer von Trios geführt, wie Jimi Hendrix Experience, Blue Cheer, Ash Ra Tempel, Sleep, Earthless, etc … Anfang des Jahres kam Dhidalah, ein aufreibendes Psycho Doom Trio aus Japan zu uns. Der Name der Band stammt von dem mythologischen Riesen Daidarabotchi, von dem man glaubte, das er Berge mit seiner enormen Größe baut. Ähnlich groß kommt der Klang von Dhidalah. Mit dem Space-Interruptus fühlt man sich regelrecht im riesigen Weltraum umherschwimmen. Die plötzlich abstürzenden Klangwellen verwandeln alles zu kosmischem Staub. Dabei haben es die zwei Nummern wirklich in sich. Der Dreier bettet psychedelisch schimmernde und wehmütige Harmonien in einem dynamischen Klangsturm. Unbedingt reinhören sowie eintauchen und treiben lassen!

Das Album erschien am 27. Januar 2017 via Guruguru Brain Records als Color Vinyl mit 300 Stück und auf CD.

Guru-logo

Line-up:
Ikuma Kawabe – Guitar
Wahei Gotoh – Bass
Konstantin Miyazaki – Drums

Dhidalah-Band

Tracklist:
01 – GRB (11:03)
02 – No Water (14:08)

Dhidalah – Bandcamp


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