Samsara Blues Experiment – One With The Universe 2017

Samsara-Cover

Das vierte Album bildet den bisherigen Höhepunkt ihrer Schaffensphase. Es ist fast eine gefühlte Steigerung im Vergleich zu den früheren Alben. Die kosmische Einbettung von analogen Synthesizern, Keyboards und Effekten öffnen den Blick auf die fünf konzipierten Songs. „One with the Universe“ ist spezifisch nicht nur auf ein Genre begrenzt. Es ist ein weitschichtiges wie zeitloses Rock Album mit viel Groove und Seele.

Die Band stammt aus Berlin. Christian Peters, der Sänger, Gitarrist und Kopf der Truppe, hat aber auch seine Wurzeln im schönen Mansfelder Land.
Das Album ist ausgewogen produziert, was im Soundgemisch sehr angenehm rüber kommt. Der Bass hat eine definierte Präsenz, was der Musik viel Charakter verleiht. Das Gitarrenspiel ist unglaublich dynamisch und wird durch Effekte unterstützt, was dem Aufbau der Atmosphäre sehr gut tut. Die Vocals fügen sich unaufdringlich in das Konzentrat und werden von Christian genau in der richtigen Tonfrequenz eingebracht.

Schon der zehnminütige Eröffnungstrack „Vipassana“ ist bereits ein Genuss. Die Kernwärme und natürlich der Push der Drums mit luftiger Gitarre ergeben das Gewicht im Song. Erst baut sich der Song mit den schweren Riffs und Sitar zur spacigen und psychedelischen Welle auf, bevor es in den ruhigeren Zustand zurückfließt. Die Vocals haben eine schöne und starke Präsenz, die den Song vorantreiben. Im rein instrumentalen „Sad Guru Returns“ stimmt die Rezeptur. Gitarrenläufe rauschen zum stampfenden Rhythmus rein, ebben dann wieder ab und es geht zum Soli über. Aber alles bleibt immer durchweg im Soundfluß. „Glorious Daze“ beginnt sanft und leicht mit Sitar und locker gehaltenen Vocals, dann geht es mit schönen Groove zum härteren Rock-Sound über, um in der Songmitte deftig nachzulegen. Die Orgel treibt dazwischen und wird wieder vom kraftvollen Sound und den Vocals überlagert.

Das erstklassige „One with the Universe“ zeigt, das die Herren die internationale Konkurrenz jeder Zeit anführen können. Leichte Parts fließen harmonisch in atmosphärische Passagen. Die Melodie erhebt sich zu sehr sanften und verträumten Klängen, bevor sich nochmals ein Aufbäumen der härteren Gangart einpegelt. Es sind genau die melodischen Parts, die perfekt gelungen sind und den Song erst richtig interessant machen. Es sind auch die Momente der solistischen Einlagen, die das klangvolle Gesamtpaket gekonnt im Gleichgewicht halten. Mit beinahe lässiger Eleganz kommen die Vocals. Die Gitarre spielt ein und hebt die Spannung zum Abschlussdrive. Der letzte Track „Eastern Sun & Western Moon“ bestimmt das Grundthema mit  Orgeltönen, was sich verdammt gut anhört. Dann zischt die Solipower rein und treibt alles auf. Die Mannschaft hat ihr spielerisches Herz jetzt komplett offengelegt. Christian verfügt über ein Organ, das schon vom ersten Ton an den Raum beherrscht. Die Welt der Klänge wird zum Archiv und der Archivar zum Erzähler.

Das gesamte Soundpaket, wird mit stimmiger Psychedelica bestückt und mit tollen Licks, musikalisch unglaublich gut verpackt. Zundem hat es die Band fertig gebracht, großartige Songs mit feinen Melodien zu komponieren um ein emotionales und greifbares Klangmonument zu schaffen. Das Songmaterial ist auf sehr hohem Niveau eingespielt und umgesetzt. Die Veröffentlichung der neuen Scheibe ist ebenfalls gut gewählt, da die nächste Tour samt Festivalauftritte anstehen. Fans und Konzertbesucher werden darüber bestimmt ebenso begeistert sein!

Das Album erschien digital am 10. April, das Vinyl erscheint am 26. Mai 2017 via Electric Magic Records in limitierter Erstauflage von 2500 Kopien, Klappcover und auf CD.

Line-up:
Christian Peters – Guitar, Sitar, Synth, Orgel, Vocals
Hans Eiselt – Bass
Thomas Vedder – Drums, Perkussion

Samsara-Band

Tracklist:
01 – Vipassana (10:43)
02 – Sad Guru Returns (7:55)
03 – Glorious Daze (6:01)
04 – One with the Universe (15:03)
05 – Eastern Sun & Western Moon (7:09)

Tourdaten Europa:
29.04 – Berlin (DE) Desertfest
30.04 – London (UK) Desertfest
12.05 – Berlin (DE) Zukunft am Ostkreuz – Stummfilm Special
13.05 – Berlin (DE) Zukunft am Ostkreuz – Official release party
14.05 – Hamburg (DE) Hafenklang
15.05 – Wiesbaden (DE) Schlachthof
16.05 – Bielefeld (DE) Forum
17.05 – Nijmegen (NL) Doornroosje
18.05 – Nantes (FR) Le Ferrailleur
19.05 – Paris (FR) Le Backstage
20.05 – Köln (DE) Underground
11.08 – Finkenbach (DE) Finki Festival

Samsara Blues Experiment – Bandcamp

Kris Peters

Christian Peters ist auch als Solokünstler unterwegs und zeigt seine andere musikalische Seite. Er veröffentlichte „Holy Holy Holy“ am 16. Januar 2017 auch bei Electric Magic Records auf Vinyl. Es handelt sich hier um eine Zusammenfassung von zwei früheren digitalen EPs. Einmal das 20-minütige Synthesizer-Stück „Modular Mono Logic“. Aus der zweiten EP „Schorfheide Blues“ sind mehrere Tracks, einschließlich des Titelstücks dabei. Ein Rock-Song der etwas an die Desert Sessions erinnert. Die Anderen gehen mehr in die Synth-Krautrock Richtung. Einflüsse kommen von Vangelis, Manuel Göttsching und Jean-Michel Jarre.

Tracklist:
01 – Leise Versprechen (5:00)
02 – Tanz der Wasserläufer (4:50)
03 – Scharfheide Blues (4:20)
04 – Soiree a Luneville (2:29)
05 – Nachtschattenspleen (4:06)
06 – Modular Mono Logic (21:21)

Holy-Holy-Holy – Bandcamp


 

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