Chris Olley & Six by Seven

six by seven

Die meisten Songs auf den sechs EP,s sind ausgesprochen episch und reichen spielerisch weit über die Fünf-Minuten-Marke hinaus, Sie schwelgen, winden sich, fliegen hoch hinaus und gehen schließlich im Soundgefüge regelrecht in Flammen auf. Solch eine Dynamik und Dramatik wird jeden ereilen, der den Six by Seven-Klängen begegnet.

Chris Olley wurde in England geboren. Als er acht Monate alt war wurde sein Vater nach Münster versetzt. Seine Mutter kommt ursprünglich aus Recklinghausen. Die ganze Familie ist Schalke also wurde auch er Schalker, obwohl er bereits mit fünf Jahren West Ham United die ewige Liebe erklärt hatte. Er ging auf eine britische Militärschule und zu Hause hörten sie englisches Radio. Wenn sie über Fußball sprachen – dann ging es um englischen Fußball. Kaum war er 18, war er schon fast hinter der Grenze. Immer wenn er die weißen Klippen von Dover sah, dann wußte er, hier gehört er hin. In England studierte er in Nottingham Fotografie. Deshalb ist auch sein Fotobuch der 92 Stadien des englischen Profi-Fußballs so gut gelungen.

An der Uni lernte er ein paar Leute kennen, die seine Liebe zur Musik teilten. Sie gründeten Friends Of …, geändert ab 1996 in Six by Seven. „The Things We Make“ das Debütalbum erschien 1998. Nach sechs Studioalben kam 2008 die Auflösung der Band. Im August 2012 gab Chris Olley bekannt, dass er und James Flower „Six by Seven“ neu formierten und dass sie mit dem ehemaligen Placebo Schlagzeuger James Hewitt neues Material aufnehmen. Love and Peace and Sympathy, wurde am 8. Juli 2013 veröffentlicht. Seit 2003 betreibt er das Nebenprojekt „Twelve“, eine Mischung aus Ambient, Electronica, Kraut und schwer beladenen Gitarren. Das mit „Houston We Have No Problem“ ins Spacige überging. Es ist die Geschichte eines Astronauten der im Weltraum verloren ging. Eine Reise, bei der er versucht zu überleben und zur Erde zurückzukehren. Nun im Oktober 2017 plant Chris Olley, Six by Seven erneut zu beleben und umzustrukturieren.

Viele der neuen Songs auf den sechs EP,s erklingen in einer weit aus vielschichtiger Athmosphäre. Da ist eine Band, die es versteht, dröhnende Rockmantren zu kreieren, die verzaubern und verführen. Es scheint, als hätten sie während ihrer längeren Abwesenheit nicht den Drive verloren. Six by Seven halten die Spannung und treiben ordentlich ein, ehe sie den Soundladen in Zeitlupe in die Luft jagen und Drones plus Space-Rock in zuweilen schwindelnde Höhen schrauben. Aber auch von grüblerischen Mid-Tempo-Balladen und lärmverschwommenen Lo-Fi-Experimenten können die Songs erzählen. So hypnotisch und einnehmend inszeniert die Band seine Stücke. Insgesamt gesehen hat sich viel verändert, die neuen Produktionen sind ein hervorragender Lösungsansatz dazu.

Chris Olley, der nie aufgehört hat Musik zu machen. Der fünfundvierzig weitere Aufnahmen seit 2013 über seine Online-MuZiK KluB veröffentlicht hat, ist mystifiziert aber auch nicht sehr interessiert an der Frage, warum Massenkompatibilität seiner Band entgeht. „Wir waren ziemlich punkig im Studio, weil wir viel Bier tranken. Bier trinken und E-Gitarren spielen führt zum Rock“, sagt Olley. „ Wir waren total angepisst. Und wenn man angepisst ist, fängt man an, wenn man eine Gitarre hat. So haben wir uns auch gefühlt, und wir hatten keine wirklichen Vorwände, es zu verstecken.“

Eine Mischung aus neuem und älteren Material, veröffentlicht Olley seit August auf der Six by Seven Bandcamp-Seite. Hier kann man hören wie sich die musikalische Zukunft der Band anhört. Ein wirklich lohneswerter Klick!

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Muzik Klub

SIX BY SEVEN – Bandcamp

Line Up:
Chris Olley – Guitar/Vocals
James Flower – Keyboards/Orgel
Chris Davis – Drums
Pete Stevenson – Bass
Martin Cooper – Guitar
Steve Hewitt – Drums

Produktionen 2017:
Songs And Hate
(Live From) The Bowels Of Unna
Run It Through Your Horse And Stick It On The Roses
Mother Of Life
Compilation
American Fade

Band


 

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